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Was kostet eine PV-Anlage mit Speicher und Wallbox?

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Warum es keinen Preis pro kWp gibt

Die Frage „was kostet eine PV-Anlage pro Kilowatt-Peak" hat keine gute Antwort, und der Grund ist nicht Geheimniskrämerei, sondern Arithmetik: Ein erheblicher Teil der Kosten fällt unabhängig von der Anlagengröße an.

Anfahrt und Baustelleneinrichtung, das Gerüst, die Dachdurchführung, die Leitung vom Dach bis in den Zählerschrank, der Wechselrichter, die Netzanmeldung, das Inbetriebnahmeprotokoll: All das kostet bei sechs Kilowatt-Peak fast dasselbe wie bei zwölf. Nur die Module, die Unterkonstruktion und ein Teil der Montagezeit skalieren mit der Fläche.

Die Folge ist eine Kurve, die mit der Größe fällt. Eine kleine Anlage kostet je kWp deutlich mehr als eine große – nicht, weil sie schlechter kalkuliert wäre, sondern weil sich der feste Anteil auf weniger Kilowatt verteilt. Wer zwei Angebote unterschiedlicher Größe über den Preis je kWp vergleicht, benachteiligt systematisch das kleinere.

Sinnvoll ist deshalb der umgekehrte Weg: Für die Anlagengröße, die auf Ihr Dach passt, wird ein Gesamtpreis erwartet, und das Angebot wird gegen diesen Erwartungswert gehalten. Genau so rechnet auch der Check auf dieser Seite.

Die drei Blöcke einer Rechnung

Ein Angebot für Photovoltaik mit Speicher und Wallbox besteht aus drei Blöcken, die getrennt betrachtet werden wollen.

Der Generator umfasst Module, Wechselrichter, Montagesystem, DC- und AC-Verkabelung, Überspannungsschutz, Gerüst und die Anmeldung. Er ist der Block mit der klarsten Preisstruktur, weil Module und Wechselrichter Massenware mit öffentlich bekannten Preisen sind.

Der Speicher kostet einen Festbetrag plus einen Betrag je Kilowattstunde. Der Festbetrag steht für das, was unabhängig von der Kapazität anfällt: Wandhalterung oder Sockel, Anschluss an den Wechselrichter, Inbetriebnahme und Parametrierung. Deshalb kostet ein 5-kWh-Speicher je Kilowattstunde spürbar mehr als ein 15-kWh-Speicher – und deshalb ist auch hier ein reiner Preis je kWh irreführend.

Die Wallbox schließlich besteht aus dem Gerät und der Zuleitung, und die Zuleitung ist der Posten, der zwischen zwei Häusern am stärksten schwankt.

Die Posten, die Paketpreise gern auslassen

Ein Paketpreis ist bequem und für den Betrieb einfacher zu kalkulieren. Er verdeckt aber, was nicht drin ist, und im Zweifel ist das genau der Posten, über den später gestritten wird.

Ganz oben steht der Zählerschrank. Er kann von wenigen hundert Euro für eine Erweiterung bis zu einem vierstelligen Betrag für einen neuen Zählerplatz samt Hausanschlusskasten reichen, und ob er anfällt, entscheidet der Netzbetreiber – nach der Anmeldung, also nach der Beauftragung.

Es folgen der Überspannungsschutz, die Steuereinrichtung nach § 14a EnWG für Wallbox und Speicher, das Gerüst, die Zuleitung zur Wallbox und die Not- oder Ersatzstromfunktion des Speichers. Keiner dieser Posten ist exotisch. Alle fallen bei einer normalen Anlage an oder können anfallen.

Ein Angebot ohne sie ist nicht günstiger. Es ist kleiner.

Was den Preis nach oben treibt – zu Recht

Nicht jeder Preisunterschied ist ein schlechteres Geschäft. Vier Dinge machen eine Anlage sachlich teurer:

  • Die Montageart. Eine Indachanlage ersetzt zugleich die Eindeckung und kostet je kWp ungefähr das Anderthalbfache einer Aufdachanlage; eine Aufständerung auf dem Flachdach liegt dazwischen.
  • Die Dachdeckung. Ein Trapezblech- oder Bitumendach braucht andere Befestigungen als ein Ziegeldach, ein Schieferdach deutlich mehr Handarbeit.
  • Mehrere Dachflächen. Zwei Ausrichtungen bedeuten zwei Strings, oft einen größeren Wechselrichter oder Leistungsoptimierer – und mehr Montagezeit.
  • Die Leitungswege. Ein Wechselrichter zwanzig Meter vom Zählerschrank entfernt kostet Material und Arbeitszeit, die im Datenblatt nicht auftaucht.

Und was ihn nach unten treibt – zu Unrecht

Umgekehrt gibt es Einsparungen, die sich später rächen. Ein auffällig knapp bemessener Wechselrichter regelt an klaren Sommertagen Leistung ab, die die Module liefern könnten. Ein Speicher, dessen Kapazität als Bruttowert angegeben ist, liefert zehn bis zwanzig Prozent weniger, als die Zahl im Angebot verspricht.

Und ein Angebot ohne Überspannungsschutz spart einen dreistelligen Betrag an der Stelle, an der ein Schaden vierstellig wird.

Der verlässlichste Hinweis auf ein sauber kalkuliertes Angebot ist nicht der Preis, sondern die Zahl der Positionen: Ein Angebot, das Gerüst, Zählerschrank, Überspannungsschutz und Anmeldung einzeln ausweist, hat sie kalkuliert. Ein Angebot mit drei Zeilen hat sie vielleicht auch – aber Sie wissen es nicht.

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Wie Sie zwei Angebote vergleichbar machen

Der praktikabelste Weg ist eine kurze Liste, die Sie beiden Betrieben schicken, bevor Sie entscheiden. Fünf Punkte reichen:

  • Bitte weisen Sie Anlagengröße in kWp, nutzbare Speicherkapazität in kWh und Zahl der Wallboxen im Angebot aus.
  • Bitte listen Sie Gerüst, Zählerschrank, Überspannungsschutz und Steuereinrichtung nach § 14a EnWG als eigene Positionen – auch mit dem Betrag null, wenn sie enthalten sind.
  • Bitte geben Sie den Umsatzsteuersatz je Position an.
  • Bitte nennen Sie Hersteller und Typ von Modulen, Wechselrichter und Speicher.
  • Bitte halten Sie fest, wer die Netzanmeldung und die Eintragung im Marktstammdatenregister übernimmt.

Ein Wort zur Wirtschaftlichkeit

Der Nutzen einer Anlage entsteht zu einem geringeren Teil aus der Einspeisung und zu einem größeren aus dem Strom, den Sie nicht mehr kaufen. Eine selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt den Arbeitspreis Ihres Lieferanten; eine eingespeiste bringt die gesetzliche Vergütung, und die liegt deutlich darunter.

Das hat eine unbequeme Folge für den Angebotsvergleich: Der wirtschaftliche Wert einer Anlage hängt nicht nur am Angebot, sondern an Ihrem Verbrauch und daran, wann Sie ihn haben. Zwei identische Anlagen an zwei Häusern rechnen sich verschieden.

Was ein Angebotsvergleich leisten kann, ist deshalb bescheidener und trotzdem wertvoll: zu prüfen, ob der Preis für diese Zusammenstellung im üblichen Rahmen liegt und ob das Angebot vollständig ist. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung darüber ist eine zweite Aufgabe.

Warum ein günstiger Preis pro kWh Speicher nichts heißt

Dieselbe Falle wie beim Generator, nur eine Ebene tiefer. Auch beim Speicher fällt ein Teil der Kosten unabhängig von der Kapazität an: Wandhalterung oder Sockel, Anschluss an den Wechselrichter, Inbetriebnahme, Parametrierung.

Deshalb kostet ein kleiner Speicher je Kilowattstunde deutlich mehr als ein großer, und ein Vergleich zweier verschieden großer Speicher über den Preis je Kilowattstunde benachteiligt den kleineren – obwohl er womöglich der richtige für Ihren Haushalt ist.

Dazu kommt eine zweite Unschärfe, die es beim Generator nicht gibt: Die beworbene Kapazität ist häufig die Bruttokapazität, nicht die nutzbare. Zwischen beiden liegen zehn bis zwanzig Prozent. Wer zwei Angebote über den Preis je Kilowattstunde vergleicht, ohne diese Frage geklärt zu haben, vergleicht zwei verschiedene Nenner.

Der Wechselrichter, das Bauteil mit dem Verfallsdatum

Module halten Jahrzehnte, das Montagesystem auch. Der Wechselrichter ist das Bauteil mit der kürzesten Lebensdauer der ganzen Anlage – und der einzige Posten, der über die zwanzig Jahre der Vergütungsbindung mit einiger Wahrscheinlichkeit noch einmal fällig wird.

Für den Angebotsvergleich heißt das: Die Garantie auf den Wechselrichter ist eine relevante Zahl, und sie steht in vielen Angeboten nicht. Verlängerungen sind bei den meisten Herstellern gegen Aufpreis erhältlich; ob sie sich lohnen, ist eine Rechnung, aber ohne die Grundlaufzeit lässt sie sich nicht anstellen.

Ein zweiter Punkt betrifft die Auslegung. Wechselrichter werden üblicherweise etwas kleiner ausgelegt als die Modulleistung – die Spitzenleistung wird an wenigen Stunden im Jahr erreicht, und das Gerät arbeitet im Teillastbereich mit besserem Wirkungsgrad. Wird die Unterdimensionierung deutlich, wird an klaren Sommertagen Leistung abgeregelt, die Ihre Module liefern könnten. Ein Wechselrichter, der umgekehrt größer ist als die Modulleistung, arbeitet die meiste Zeit weit unter Nennlast und ist teurer; sinnvoll ist das nur bei geplanter Erweiterung oder wenn ein Speicher am selben Gerät hängt.

Zwei Zahlen, die ein Angebot ehrlicher machen

Wenn ein Angebot eine Wirtschaftlichkeitsrechnung enthält, lohnt der Blick auf zwei Annahmen, die den Rest tragen.

Die erste ist der spezifische Ertrag in Kilowattstunden je Kilowatt-Peak. Übliche Werte liegen in Deutschland zwischen etwa 850 und 1.100, je nach Standort, Ausrichtung, Neigung und Verschattung. Was darüber steht, ist auch bei optimaler Südausrichtung kaum zu halten.

Die zweite ist der unterstellte Eigenverbrauchsanteil. Er entscheidet darüber, wie viel des erzeugten Stroms mit dem Arbeitspreis Ihres Lieferanten und wie viel mit der niedrigeren Einspeisevergütung bewertet wird. Ohne Speicher liegt er an einem Einfamilienhaus in der Größenordnung von einem Viertel bis einem Drittel; mit Speicher deutlich darüber.

Sind beide Annahmen optimistisch angesetzt, multiplizieren sich die Fehler. Es lohnt sich, nach der Berechnung zu fragen und nicht nur nach dem Ergebnis.

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